Kaputt

Cover Illustration Kaputt
Cover Illustration Kaputt
© Alison Bechdel / Reprodukt

KaputtvonAlison Bechdel

Übersetzung: Katharina Erben

Reprodukt

Leseprobe

In „Kaputt“ erzählt Alison Bechdel die Geschichte einer fiktiven Comicautorin namens Alison Bechdel, die einen Essay über Geld und Kapitalismus zeichnen will. „Kaputt“ ist eine satirische Autofiktion, in der die echte Alison Bechdel sich selbst und ihre linke, queere und feministische Community im ländlichen Vermont karikiert. Das Spezielle an ihrem Freundeskreis: Es sind die gealterten Figuren aus ihrem Comic-Strip „Dykes to Watch Out For“. Deren Macken, Konflikte und Alltag schildert Bechdel mit Ironie und Wärme, sie spottet über Unzulänglichkeiten und Widersprüche, über das Ringen um Ideale und Werte. Sie spricht zwar große Themen an – Kunst, Konsum, Kapitalismus, alternative Lebensentwürfe, das Altern –, tut dies aber leicht und beschwingt, im Stil einer Soap Opera. „Kaputt“ ist ein kluges, bittersüßes Buch: Man lacht mit und über Bechdels Gemeinschaft; gleichzeitig weiß man, dass sie das verkörpert, was Trump, Musk und Konsorten als „woke“ bekämpfen – und plötzlich liest man „Kaputt“ wie die selbstironische und selbstkritische Utopie einer vom Zeitgeist bedrohten Lebensweise.