In den trüben Gewässern Istanbuls
„In den trüben Gewässern Istanbuls“ ist nie genau das, was es zu sein vorgibt. Ece und Meltem sind zwei Studentinnen und Hobbytaucherinnen, die im Istanbul von 1995 ihre Armut und einen miefigen Schlafsaal teilen und tief im Bosporus einen roten Cadillac samt Frauenleiche entdecken. Dann geht alles Schlag auf Schlag: Die beiden werden von Gangstern und Politikern umworben und bedroht; sie wittern die Chance auf das schnelle Geld; die Wahlen in Istanbul rücken näher und damit auch Korruption, religiöse Manipulation und Frauenfeindlichkeit; Ece deckt die Lüge ihrer Kindheit auf – und schließlich stehen beide vor einem großen ethischen Dilemma ... Immer, wenn man glaubt, die Geschichte zu durchschauen, schlägt Özge Samancı, eine in den USA lebende türkische Künstlerin, den nächsten Haken: Komödie, Krimi, Politthriller, Religionskritik, Satire, Gesellschaftskommentar, Familiendrama – „In den trüben Gewässern Istanbuls“ ist alles und noch viel mehr, immer rasant und begeisternd, todernst und aberwitzig, mit Tiefgang und Substanz.