Bauchlandung. Geschichte einer Teenager-Schwangerschaft
Noemi ist 17, schüchtern und unsicher, Küsse findet sie eklig, in ihrer Familie ist Sex tabu und Abtreibungen gelten als teuflisch. Aber Noemis Freundinnen haben ihre ersten Freunde, diesen Adi findet Noemi ganz süß – und schon ist sie schwanger. Und ihr Leben, so glauben jedenfalls alle anderen, ist zu Ende. Unterstützung kriegt Noemi keine: Adi will nach wie vor nur das eine, die Eltern kritisieren sie, für ihre Freundinnen ist sie eine Schlampe, Lehrer und Therapeutinnen sorgen sich mehr um ihre Eltern als um sie. Bei der Lektüre von „Bauchlandung“ schwankt man zwischen Fassungslosigkeit und Lachen: Man ist empört über das Verhalten von Noemis Umfeld und fühlt mit ihrer Verwirrung, Verlorenheit und Einsamkeit mit – gleichzeitig erzählt Wanda Dufner diese autobiografisch grundierte Geschichte mit Galgenhumor, Selbstironie und großer Reife – kurz: auf sehr unterhaltsame Weise. Auch gezeichnet ist es wunderbar, die knallig bunten Zeichnungen sind lebendig, ausdrucksstark und reich an überraschenden Metaphern.