Meine Geschichten von Mutter und Tochter
In wunderbar anarchistisch und zugleich liebevoller Art und Weise lässt Katharina Greve Mutter und Tochter die kleinen und größeren Herausforderungen des Lebens angehen und meistern. Ob Unfälle beim Rollschuhfahren, umzudeutende Nazisymbole oder die visuell unterhaltsame Seite des Wäschewaschens, für alles findet Greve humorvolle und wortlose Lösungen. Dabei setzt sie das historische Vorbild „Vater und Sohn“ von Erich Ohser alias e. o. plauen individuell und zeitgemäß in einen eigenen Stil um. Ein unerwarteter Ausgang, wie ihn auch Ohser als Stilmittel einsetzt, lässt schmunzeln und staunen. Auch der feministische Aspekt fehlt bei Mutter und Tochter nicht und wird beispielsweise bei der Wahl zwischen Schwert und Puppe erstaunlich selbstbestimmt zugunsten der Puppe entschieden. In reduzierter und klarer Zeichnung kommen die Figuren daher, jeweils zwei Farben unterstützen das Duo. Die zuerst auf Katharina Greves Webseite veröffentlichten Geschichten sind nun in bester Form als Buch erschienen.