Ahmadjan und der Wiedehopf
Maren Amini verwebt in ihrem Comic die Fluchtgeschichte ihres Vaters Ahmadjan mit der persischen Dichtung „Konferenz der Vögel“; Ahmadjan reist durch dieselben Täler, wie die Vögel im Klassiker. Maren Amini zeichnet ihren Vater dabei wie eine Karikatur – mit dicker Nase und Wuschelkopf, der von den Ereignissen auf seinem Weg immer wieder kräftig zersaust wird. Ein Zeichenstil voller Leichtigkeit, der über die Härten der Flucht hinwegführt. „Ahmadjan und der Wiedehopf“ zeigt auch das Aufeinanderprallen der Kulturen: in Deutschland und Afghanistan, aber auch in Afghanistan selbst. Amini zeichnet, wie ihr Vater aus der kargen Provinz nach Kabul kommt und eine vitale Kulturszene entdeckt, in der sich afghanische und westliche Stile mischen und die nun durch die vielen Kriege ausgelöscht wurde. Der Comic „Ahmadjan und der Wiedehopf“ ist ein Buch über die reiche Kultur und Geschichte Afghanistans – und ein Buch, dass auch die vielen Vögel einschließt, die auf der Reise verloren gehen. Maren Aminis Vater ist einer der wenigen, die angekommen sind.