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Der große Indienschwindel

© Splitter / Ayroles / Guarnido

Der große IndienschwindelvonAlain Ayroles und Juanjo Guarnido

Übersetzung: Harald Sachse

Splitter Verlag

Leseprobe

Länger hat wohl noch kein Abenteuer auf sein Finale warten müssen. Und die Idee des französischen Autors Alain Ayroles, an einen Bestseller aus dem Jahre 1626 anzuknüpfen, ist ein wahrlich famoser Streich. Die Rede ist von Francisco de Quevedos Schelmenroman „El Buscón“ um den Vagabunden und Abenteurer Don Pablos aus Segovia. Der brach nach etlichen Spitzbubenstreichen und Schicksalsschlägen nach Indien auf – für das er Amerika hält. Die angekündigte Fortsetzung blieb der Autor jedoch schuldig. Knapp 400 Jahre später ist es nun soweit: Zu Beginn des „großen Indienschwindels“ kämpft sich ein Dreimaster durch stürmische See, der Neuen Welt entgegen. Mit an Bord natürlich: Don Pablos – der allerdings nach zwei Seiten bereits kopfüber in die Fluten fliegt: „Man glaubt, das Leben im Griff zu haben“, stöhnt er, „aber immer wieder ist es umgekehrt“. Und damit beginnt eine furiose Odyssee durch eine wundersame Welt, ebenso augenzwinkernd wie mitreißend erzählt, und von Blacksad-Zeichner Juanjo Guarnido überwältigend inszeniert – ein Klassiker, schon jetzt.