Comic Film Fest 2020

Natürlich eignet sich auch das Comic Film Fest ganz hervorragend dafür, online präsentiert zu werden. Gemeinsam mit Kino on Demand haben wir eine Möglichkeit gefunden, unser abwechslungsreiches Programm auch in diesem Jahr zeigen zu können. Vom 10. Juli bis 4. September 2020 können Animationsfilme, Comic-Verfilmungen und Dokumentationen ganz bequem vom heimischen Sofa aus gestreamt werden. Jeder Film kann für 5,00 € ausgeliehen werden und steht dann für 48 Stunden zum Anschauen zur Verfügung. Die Einnahmen aus dem Comic Film Fest, die nicht an die Verleiher gehen, werden wir unserem kooperierenden Kino, den Erlanger Lamm-Lichtspielen, zugutekommen lassen. Wir wünschen viel Spaß beim Schauen!


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Im Programm sind dieses Jahr zwei Dokumentarfilme, „Chris the Swiss“ und „The final Adventure of Kaktus Kid“. In „Chris the Swiss“ verfolgt die Schweizer Filmemacherin Anja Kofmel die Umstände des Todes ihres Cousins, der als Reporter im Jugoslawienkrieg war und dort 1992 ermordet wurde; in „The final Adventure of Kaktus Kid“ begibt sich der serbische Comiczeichner Aleksandar Zograf auf die Spuren des Zeichners der beliebten Comic-Figur „Kaktus Kid“, der im Zweiten Weltkrieg hingerichtet wurde, mutmaßlich weil er eine politische Karikatur gezeichnet hatte.

Mit „Buñuel – Im Labyrinth der Schildkröten“, über den surrealistischen Filmemacher Luis Buñuel und die Entstehung seines dritten Films, sowie „Endzeit“ sind zwei Graphic Novel-Verfilmungen vertreten. Bei letzterem handelt es sich um eine Realverfilmung der Zombie-Graphic Novel der deutschen Comiczeichnerin Olivia Vieweg, die auch das Drehbuch für den Film schrieb.

Im Bereich Anime gibt es ebenfalls zwei Filme: „Mirai – Das Mädchen aus der Zukunft“ über die Beziehung eines kleinen Jungens zu seiner Schwester lief u. a. auch auf den Filmfestspielen in Cannes; „Children of the Sea“ ist eine bildgewaltige Adaption des gleichnamigen Mangas.

The Swallows of Kabul“ und „Marona’s Fantastic Tale“ zeichnen sich besonders durch ihren besonderen Zeichen- und Animationsstil aus. Während die Geschichte in „The Swallows of Kabul“ eher schwere Kost ist, es geht um das Schicksal eines Liebespaares in Afghanistan unter der Herrschaft der Taliban, ist die Erzählung des Lebens der kleinen Hündin Marona in „Marona’s Fantastic Tale“ mehr etwas „für‘s Herz“.

In „Electric Girl“ steht eine junge Frau im Mittelpunkt, die glaubt, übernatürliche Kräfte zu haben und als Reinkarnation einer Animeheldin die Welt retten zu müssen.

Ein ganz besonderes Kurzfilmprogramm ist in Kooperation mit dem Tricky Women/Tricky Realities Film Festival aus Wien und in Anlehnung an einen geplanten Schwerpunkt des Comic-Salons entstanden: Von den beiden Leiterinnen wurden elf feministische Kurzfilme zusammengestellt, in denen sich die Filmemacher*innen ganz unterschiedlichen Themen wie Transsexualität, Missbrauch und der ersten (lesbischen) Liebe widmen, starke weibliche Persönlichkeiten der Geschichte porträtieren oder selbstbewusst, was sie vom Leben erwarten, fordern.

Der kanadische Film „Window Horses“ über eine junge Dichterin, die auf einem Poesie-Festival im Iran zu sich selbst findet, ist ebenfalls aus dieser Kooperation heraus ins Programm mitaufgenommen worden.